Laser-Therapie (Softlaser-Therapie)

Der Begriff Laser ist eigentlich eine Abkürzung für das Englische „Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation“. In physikalischer Hinsicht ist ein Laser also hochenergetisches, künstliches Licht, das Lichtstrahlen einer bestimmten Wellenlänge bündelt. Zwar sind Laser-Strahlen mit bloßem Auge nicht zu erkennen, dafür aber überaus effizient. Je nach Verwendung werden Laser in unterschiedlichen Wellenlängen und Energiestärken (Watt) erzeugt. So sind beispielsweise bei Augen- oder Wirbelsäulen-Operationen Laserstrahlen mit hoher Energie im Einsatz, während zur Behandlung von  Entzündungen weitaus niedrigere Energien erforderlich sind. 

Typische Einsatzgebiete von Softlasern

Die Laser-Behandlung mit niedriger Energie (auch Softlaser bzw. Low-Level-Laser genannt) wird oftmals bei entzündeten Muskeln, Sehnen und Gelenken eingesetzt. Sie findet aber auch Anwendung bei der Behandlung von Verletzungen, Wundheilungsstörungen, Geschwüren, entzündlichen Hauterkrankungen und Schmerzen. 

Wirkmechanismen der Laser-Therapie

Die hochenergetischen Laserstrahlen werden direkt auf das schmerzende Körperareal, beim Fersensporn also die Ferse, gerichtet. Auf diese Weise nimmt der Laser unmittelbaren Einfluss auf die Stoffwechselvorgänge im bestrahlten Bereich, was Reparationsprozesse beschleunigt und die Selbstheilungskräfte aktiviert. 

  • Stimulierende Wirkung: durch die Laser-Bestrahlung verbessert sich nicht nur der Zellstoffwechsel, sondern er erhöht sich auch. Auch die Mitochondrien (die Energiekraftwerke der Zellen) werden angeregt, den Zellen mehr Energie bereit zu stellen. Die Zellen arbeiten also effizienter und schneller als zuvor. 
  • Förderung von Durchblutung und Stoffaustauch: außerdem verbessert sich die Mikrozirkulation in den kleinen Blutgefäßen und im Lymphsystem. Eine bessere Durchblutung beschleunigt nicht nur den Abbau von Entzündungsreaktionen, sondern vermindert auch Schwellungen und versorgt das Gewebe mit mehr Nährstoffen. 
  • Erhöhung der Schmerzschwelle: zu guter Letzt beeinflusst eine Laser-Therapie auch die Schmerzwahrnehmung im positiven Sinne. Denn der Laser erhöht die Temperatur an den oberflächlichen Schmerzrezeptoren in der Haut, was die Schmerzschwelle höher legt. 

Im Ganzen gesehen wirkt eine Laser-Behandlung entzündungshemmend, ödemrückbildend, durchblutungsfördernd, wundheilungsfördernd und schmerzstillend. Die Behandlungsdauer ist vom Einzelfall abhängig. Je nach Beschwerdegrad können zwischen 3-15 Sitzungen stattfinden. Dabei sollten pro Woche ein bis drei Sitzungen erfolgen, die jeweils 15-20 Minuten in Anspruch nehmen. 


Vorteile und Nachteile

Eine Laser-Therapie gehört nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen, die Kosten müssen also vom Patienten selbst getragen werden. Lediglich die privaten Krankenkassen übernehmen bei vorheriger Anfrage die Behandlungskosten. 


Bei sachgemäßer Anwendung und Berücksichtigung aller Sicherheitsvorkehrungen (Schutzbrille etc.) ist die Laser-Behandlung völlig nebenwirkungs- und schmerzfrei. Eine Erfolgsgarantie gibt es jedoch nicht.