Medi-Taping

Seit dem Jahr 2002 wird das Medi-Taping in Deutschland praktiziert. Es beruht auf den Erkenntnissen des japanischen Chiropraktikers Dr. Kenzo Kase, der das Kinesio-Taping bereits in den 1970ern erfand. In Deutschland hat sich aber der Begriff Medi-Taping durchgesetzt. Allerdings ist die Wirksamkeit des Kinesio-Tapings innerhalb der Schulmedizin stark umstritten.

Grundlagen des Medi-Tapings

Das Medi-Taping bei Fersensporn darf nicht mit dem sogenannten Tapeverband verwechselt werden, der in der Orthopädie Verwendung findet. Denn das klassische Taping dient der Stabilisation und Entlastung von Gelenken und Muskeln, indem sie gezielt durch Tapes ruhig gestellt werden. Anders beim Kinesio-Taping: Hier werden hochelastische Klebestreifen (Medi-Tapes) auf die schmerzenden Hautstellen geklebt. Die Medi-Tapes bestehen aus hochwertiger Baumwolle, die sich in Längsrichtung dehnen lässt. Auf ihrer Rückseite befindet sich ein wärmeaktiver und hautfreundlicher Acrylkleber ohne Latexzusatz. Diese Behandlungsmethode wird vorrangig bei Muskel- und Gelenkschmerzen eingesetzt. 

Wirkung und Funktion

Das Anbringen von Medi-Tapes setzt die Haut unter Spannung, die oberste Hautschicht wird angehoben. Auf diese Weise soll sich nicht nur der Blutfluss und Lymphabfluss zwischen den Hautschichten verbessern, sondern auch eine leichte Massage bei Bewegungen ergeben. Wird die entzündetet Körperstelle besser durchblutet, können körpereigene Regenerations- und Reparaturprozesse schneller vonstatten gehen.

 

Neben der entzündungshemmenden Wirkung, soll das Medi-Taping bei Fersensporn aber auch die Schmerzen reduzieren. Die Entzündung und die Ansammlung von Blut sowie anderer Gewebeflüssigkeiten lässt nämlich eine Schwellung entstehen, die einen schmerzhaften Druck auf die Schmerzrezeptoren zwischen den Hautschichten ausübt. Durch die Anhebung der ersten Hautschicht wird dieser Druck gemindert. Eine Schmerzlinderung tritt ein.

 

Die Medi-Tapes können bis zu zwei Wochen auf der Haut verbleiben. Die Verwendung unterschiedlicher Tape-Farben soll dem Einfluss psychischer Faktoren Rechnung tragen. 

Vor-und Nachteile des Medi-Tapings

Durch die hohe Elastizität der Medi-Tapes wird die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt. Schadhafte Schonhaltungen und schmerzhafte Verkrampfungen werden so vermieden, da der betroffene Fuß bewegt und belastet werden kann. Die Kosten des Medi-Tapings bei Fersensporn werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen