Moxa-Therapie

Ebenso wie die Akupunktur ist die Moxa-Therapie bei Fersensporn ein Heilverfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin. Die Fachmedizin vermutet sogar, dass die Moxa-Therapie weit älter ist als die Akupunktur. Denn bereits in der Steinzeit war es eine gängige Praxis, Schmerzen durch das Auflegen von erhitzten Kräutern zu behandeln. Die Bezeichnung Moxa-Behandlung ist eigentlich eine Abkürzung für das Wort Moxibustion, welches sich aus dem japanischen Begriff „mogusa“ (=Beifuß) und dem lateinischen „combustio“ (=verbrennen) zusammensetzt. Bei der Moxibustion werden Akupunkturpunkte durch das Abbrennen von Beifußblättern erwärmt und stimuliert. 

Medizinische Grundlagen der Moxibustion

Innerhalb der TCM orientiert sich auch dieses Heilverfahren am Energiefluss des Körpers. Die westliche Medizin vermutet hingegen, dass die Erhitzung bestimmter Körperpunkte nicht nur die Durchblutung des Gewebes fördert, sondern auch die Hautnerven aktiviert. Diese senden Reize zur Hormonproduktion an die Hirnanhangdrüse und die Nebenniere. Die ausgeschütteten Hormone stimulieren wiederum den Stoffwechsel, die Organfunktionen und das Immunsystem.

Anwendungsmethoden

Hierzulande hat sich das Prinzip der indirekten Moxibustion etabliert. Hierbei wird Ingwer, Knoblauch, Tofu oder Heilerde zwischen Haut und glimmenden Moxa-Kegel platziert, damit die Haut vor Verbrennungen geschützt ist. Sobald der Patient ein Hitzegefühl verspürt, wird der Kegel auf den nächsten Akupunkturpunkt geschoben. Wurden alle Körperpunkte behandelt, beginnt man wieder von vorne. Die Prozedur wird so lange durchgeführt, bis jeder Akupunkturpunkt sechs bis acht Mal stimuliert wurde und eine Hautrötung zu sehen ist. Alternativ lässt sich die Moxibustion auch mit einer Moxazigarre, Moxa-Nadeln oder Moxa-Pflastern durchführen.

 

Eine Moxa-Therapie bei Fersensporn besteht aus drei bis zehn Wiederholungen, die jeweils 15 bis 30 Minuten in Anspruch nehmen. Zwischen den einzelnen Wiederholungen sollte ein Abstand von ein bis zwei Tagen liegen. 

Vor-und Nachteile der Moxa-Behandlung

Es existieren keine wissenschaftlichen Studien, die etwas über die Wirkung oder Wirksamkeit der Moxa-Therapie gegen Fersensporn aussagen könnten. Darum müssen die Kosten auch vom Patienten selbst getragen werden. Zudem kann es zu Verbrennungen und Narbenbildung kommen. Auch Kopfschmerzen oder Schlafstörungen sind mögliche Folgen.