Trigger-Osteopraktik

Bei der Trigger-Osteopraktik gegen Fersensporn handelt es sich um ein neuartiges Behandlungskonzept, das unter anderem auf den Vorstellungen und Erkenntnissen der Traditionellen Chinesischen Medizin beruht. Die Methode geht auf den Facharzt Dr. W. Baumeister zurück. Bisher existieren noch keine wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweise für die Trigger-Osteopraktik.

Die Prinzipien der Trigger-Osteopraktik

Das Hauptaugenmerk dieser Behandlungsmethode liegt auf den sogenannten Triggern. Als Trigger (zu Deutsch „Auslöser“) werden verkürzte und verdickte Muskel- und Gewebefasern bezeichnet. Je nach Menge verdichten sie sich zu Knötchen, Knoten, Strängen oder ganzen Platten. Die verkürzten Fasern erzeugen im Gewebe oder Muskel eine unangenehme Spannung. In der Folge kommt es zu Muskelverspannungen, Muskelverhärtungen, Gewebeknoten und manchmal sogar Spannungsfrakturen und Muskelfaserrissen. Dadurch entstehen Schmerzen, die entweder an derselben Stelle auftreten oder in andere Körperareale ausstrahlen (vgl. Projektionsschmerzen). Es ist sogar häufig der Fall, dass der Schmerz nicht am Trigger selbst, sondern an weit entfernten Körperpunkten zu spüren ist.

 

Trigger entstehen durch äußere und innere Einflüsse wie beispielsweise feuchtkaltes Wetter, Infekte, Stress, Haltungsfehler und körperliche Überlastung. Meistens ist die Ursache auf eine Über- oder Fehlbelastung der Muskeln zurückzuführen, die durch eine ungünstige Körperhaltung am Arbeitslatz ausgelöst wird. Doch auch eine genetische Veranlagung scheint bei der Ausbildung von Triggern eine wesentliche Rolle zu spielen. Triggerschmerzen lösen sich nicht von selbst auf, sondern können über Jahre und Jahrzehnte bestehen bleiben. Abhilfe schafft die Trigger-Osteopraktik bei Fersensporn.

Anwendung-und Behandlungsdauer

Die Trigger werden durch Druckmassagen, Streichbewegungen oder Dehnung behandelt, um den Stoffwechsel im Muskel oder Gewebe anzukurbeln und Verhärtungen zu lösen. Druck wird meistens mit dem Daumen, dem sogenannten Triggosan-Schlüssel oder einem Stoßwellengerät ausgeübt. In den Tagen zwischen der Behandlung hat der Patient die Aufgabe, die Triggerpunkte durch gezielte Übungen zu dehnen.

 

Eine Sitzung dauert im Durchschnitt etwa 15 Minuten. Die Behandlung wird so oft wiederholt, bis die verhärteten Körperstellen nicht mehr tastbar sind. 

Vor-und Nachteile der Trigger-Osteopraktik

Die Bearbeitung der Trigger ist meist etwas schmerzhaft, außer der Druck wird durch Stoßwellen erzeugt. Außerdem kann es nach der Behandlung zu Hautirritationen, Schwellungen, blauen Flecken, Irritations- und Berührungsschmerzen kommen, die nach drei Tagen wieder von selbst abklingen. Auch ist zu berücksichtigen, dass die Kosten für eine Trigger-Osteopraktik bei Fersensporn vom Patienten selbst zu tragen sind.