Entlastende Maßnahmen

Da Schmerzen durch einen Fersensporn lediglich bei akuter Belastung auftreten, empfehlen Mediziner zunächst einmal, den betroffenen Fuß konsequent zu schonen und zu entlasten. Konkret bedeutet das, intensives Training, langes Stehen und anspruchsvolle Fußmärsche zu vermeiden. Stattdessen sollten Betroffene versuchen, den Fuß immer wieder hoch zu lagern, um so das Fußgewölbe und das entzündete Gewebe zu entlasten. Auf diese Weise geht die Schwellung an der Ferse zurück und die Entzündung kann nach und nach abklingen. 

 

  • Spezielle Schuh-Einlagen: Allerdings ist eine völlige Ruhigstellung des erkrankten Fußes nur bei den wenigsten Menschen möglich. In diesem Fall haben sich dämpfende Schuheinlagen bestens bewährt. Bei einem plantaren Fersensporn (hinterer Kalkaneussporn) eignen sich vor allem Fersenkissen mit Locheinlage oder viskoseelastische Einlagen. Beides reduziert Belastungs- und Druckspitzen durch eine Druckverteilung. Die Ferse wird so vom Druck entlastet und schmerzfreies Gehen wieder möglich. Außerdem helfen solche Einlagen, das Längsgewölbe des Fußes zu stützen, was ebenfalls zur Entlastung beiträgt. Handelt es sich um einen dorsalen Kalkaneussporn (Haglund-Ferse), tut es auch ein Fersenkissen oder ein Fersenkeil in der hinteren Schuhkappe.
  • Das richtige Schuhwerk: Wer einen Steh- oder Gehberuf ausübt oder viel zu Fuß unterwegs ist, muss sich auch über das passende Schuhwerk Gedanken machen. Die Schuhe sollten in der Regel bequem sein und eine gut gepolsterte Sohle aufweisen – sowohl im Alltag als auch im Sport. Besonders empfehlenswert sind nicht zu flache Schuhe mit flexibler, weicher Laufsohle. Frauen, die gerne Stiefel, Stiefeletten, Wedges, Pumps, Boots und Sandaletten mit Absätzen tragen, sollten Modelle mit Anti-Shock-Absatz bzw. Stoßdämpfung bevorzugen. Für Sportler jeglichen Geschlechts mit Fersensporn gilt, sich Sportschuhe mit Stoßdämpfungssystem zu besorgen. Tipp: Sportler sollten sich zu ihrer Lauftechnik beraten lassen, denn auch die Ausführung von richtigen Laufbewegungen trägt viel zur Entlastung der Ferse bei. 
  • Physiotherapie mit Spezialübungen: Ergänzend zu den genannten Faktoren, schaffen auch spezielle krankengymnastische Übungen Abhilfe. Mit gezielten Dehn- und Kräftigungsübungen werden die Muskeln und Sehnen der betroffenen Fußsohle gestärkt, so dass sich die Schmerzen zusehends verringern. Diese Spezialübungen sollten unter Aufsicht eines Physiotherapeuten erlernt werden, um sie schließlich selbständig und regelmäßig zuhause durchzuführen.