Injektionstherapie 

Auch die Injektionstherapie, manchmal Infiltrationstherapie genannt, gehört zu den gängigen Behandlungsmethoden bei einem Fersensporn. Diese Methode hat sich bereits seit Jahrzehnten in der Behandlung von diversen Beschwerden des Muskel- und Bewegungsapparates bewährt. Bei Fersensporn ist eine Infiltrationstherapie aber nur dann angezeigt, wenn die herkömmliche Einnahme von Schmerzmitteln zu keiner Besserung führt. Ziel der Infiltrationstherapie ist es, akute Entzündungs- und Schmerzzustände schnell zu beseitigen. 

Vorgehen und Dauer der Injektionsbehandlung

Im Rahmen einer Injektionstherapie werden Medikamente bzw. hochdosierte Wirkstoffe direkt in den Schmerz- und Entzündungsherd eingespritzt. Als Wirkstoffe kommen sowohl schulmedizinische als auch naturheilkundliche und homöopathische Arzneien in Frage. Welches Medikament genau injiziert wird, hängt vom individuellen Schmerzempfinden des Patienten ab. 


Bei Fersensporn kommt meist ein Kombinationspräparat mit Kortison und Betäubungsmitteln zum Einsatz. Während Kortison ein hocheffektiver Entzündungshemmer ist, helfen die enthaltenen Betäubungsmittel gegen akute Schmerzen. Homoöpathische Mittel wie zum Beispiel Zeel oder Traumeel eignen sich nur bei leichten Beschwerden und sind daher seltener in Gebrauch. 


Wie oft die Infiltrationstherapie durchgeführt werden muss, ist von der Stärke und der Dauer der Schmerzen abhängig. Generell sind regelmäßige Injektionen angeraten, die Behandlungsdauer kann sich dabei über mehrere Wochen oder Monate erstrecken.

Vorteile und Nachteile der Injektionstherapie

Die Injektionstherapie besitzt einen rasanten Wirkungseintritt: Die Schwellung und Entzündung geht rasch zurück und der Schmerz klingt schnell ab. Darüber hinaus tragen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Infiltrationstherapie, insofern es sich um einen schulmedizinischen Wirkstoff handelt. Behandlungen mit homöopathischen Mitteln müssen aufgrund des fehlenden Wirkungsnachweises privat gezahlt werden. Die privaten Krankenversicherungen übernehmen dagegen alle Kosten.   


Trotz des raschen Wirkungseintritts wird die Injektion von den meisten Menschen zunächst als unangenehm empfunden. Nebenwirkungen und Komplikationen treten zwar nur selten auf, müssen aber dennoch berücksichtigt werden. So kann es durch die Injektion selbst zu Infektionen und Verletzungen von Blutgefäßen, Nerven, Sehnen und Knorpel kommen. Auch Sehnenrisse und Hautirritationen sind möglich. 


In der Regel verläuft eine lokale Injektionstherapie mit Kortison zwar ohne nennenswerte Komplikationen. Dennoch kann es bei häufiger Anwendung passieren, dass ein Wirkungsverlust auftritt, während die Nebenwirkungen zunehmen. Dazu zählt unter anderem die Rückbildung von Fettgewebe unterm Fersenbein.